LesART 2009 |Vorschau Dezember
Literaturtage in Esslingen am Neckar
Programm | Sponsoren | Kooperationspartner | Informationen | Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Di | 3.11.| 20.30 Uhr | Bürgersaal, Altes Rathaus
Péter Esterházy
|| Keine Kunst Ausverkauft!
Moderation Susanne Kaufmann, SWR
Mi | 4.11. | 20 Uhr | Kronensaal, KSK 4. OG, Am Kronenhof
Jean Ziegler || Der Hass auf den
Westen - Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg
wehren Ausverkauft!
Moderation Wolfgang Niess, SWR
Do | 5.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Gerhart R. Baum || Rettet die Grundrechte
- Bürgerfreiheit contra Sicherheitswahn, eine Streitschrift
Moderation Alexander Maier, EZ
Fr | 6.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Dieter Wellershoff || Der Himmel
ist kein Ort Ausverkauft!
Moderation Sabine Freudenberg
Sa | 7.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Debüts: Thomas Klupp || Paradiso
und
Patrick Findeis || Kein schöner Land
Moderation Sigrid Löffler
So | 8.11. | 12 Uhr | ECOINN, Kanalstraße 14-16
Vor Ort I || Thomas Beutel, Anna
Breitenbach, Angelika Hentschel Ausverkauft!
Bewirtung Restaurant Posthörnle
Di | 10.11. | Vormittag Schullesung
Antje Wagner || Unland
Für Jugendliche ab 13 Jahren
Mi | 11.11. | 20 Uhr | Kronensaal, KSK 4. OG, Am Kronenhof Ausverkauft!
Rüdiger Safranski || Goethe
und Schiller. Geschichte einer Freundschaft
Moderation Peter Kastner
Do | 12.11. | Vormittag Schullesungen und 14.30 Uhr Kutschersaal, Heugasse
9
Joachim Masannek || Wildernacht
Für Kinder ab 10 Jahren
Sa | 14.11. | 15.00 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Preisverleihung des Schülerschreibwettbewerbs
Musik Martin Johnson und Andreas Maile
Sa | 14.11. | 20 Uhr | Villa Merkel, Pulverwiesen 25 Ausverkauft!
Klangraum Lyrik ||
Ulf Stolterfoht, Saskia
Fischer, Steffen Popp, Jan
Wagner
Musik Vijay Iyer
Einführung Petra von Olschowski
So | 15.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6 Ausverkauft!
Sibylle Lewitscharoff ||
Apostoloff
Moderation Thomas Vogel
Di | 17.11. | Vormittag Schullesungen und 14.30 Uhr Kutschersaal, Heugasse
9
Manfred Mai || Zornickel
Für Kinder ab 7 Jahren
Mi | 18.11. | Vormittag Schullesungen und 14.30 Uhr Kutschersaal, Heugasse
9
Holly-Jane Rahlens || Mauerblümchen
Für Jugendliche ab 13 Jahren
Mi | 18.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Olga Tokarczuk | Unrast
Ausverkauft!
Moderation und Übersetzung Renata Makarska
Die deutschen Texte liest Natascha Meyer
Do | 19.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Werkstattgespräch | Arno Geiger
|| Alles über Sally Ausverkauft!
Moderation Uwe Kossak, SWR
Fr | 20.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Josef Winkler || Roppongi
Moderation Irene Ferchl
So | 22.11. | 12 Uhr | Weinhandlung Fehrenbach Ausverkauft!
Vor Ort II || Günter Guben,
Olaf Nägele, Peter Kastner
Mo | 23.11. | Vormittag Schullesungen und 15 Uhr Zweigstelle Berkheim
Ulrike Sauerhöfer || Papa und Max erzählen
sich was
Für Kinder ab 5 Jahren
Di | 24.11. | Vormittag Schullesung und 14.30 Uhr Kutschersaal, Heugasse
9
Mi | 25.11. | Vormittag Schullesung
Arnulf Zitelmann || Ich, Tobit,
erzähle diese Geschichte
Für Jugendliche ab 14 Jahren
Di | 24.11. | 20.15 Uhr | Neckar
Forum, Ausverkauft, Eventuell zurückgegebene Karten an der Abendkasse!
Herta Müller || Atemschaukel
Moderation Martin Mezger, EZ
Mi | 25.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Tim Parks || Träume von Flüssen
und Meeren Ausverkauft! Eventuell
zurückgegebene Karten an der Abendkasse!
Moderation und Übersetzung Manfred Heinfeldner
Die deutschen Texte liest Manuel Soubeyrand
Do | 26.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6 Entfällt
ersatzlos
Stuart Pigott || Weine weit weg.
Expeditionen von Norwegen über den Kaukasus nach China
Moderation Markus Bleistein, EZ
Fr | 27.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Christoph Peters || Mitsukos Restaurant
Moderation Elisabeth Maier, EZ
Sa | 28.11. | 20 Uhr | Jazzkeller, Webergasse 22
Literaturnacht || Anna Katharina Hahn,
Martin Gülich, Markus
Orths Ausverkauft!
Moderation Gudrun Fuchs und Alexander Maier
Musik Patrick Bebelaar und Michel Godard
Mo | 30.11. | 20 Uhr | Kutschersaal, Webergasse 4-6
Terézia Mora
|| Der einzige Mann auf dem Kontinent
Ausverkauft! Eventuell
zurückgegebene Karten an der Abendkasse!
Moderation Thomas Rothschild
Péter Esterházy || Keine Kunst
In seinem jüngsten Buch erweckt Péter
Esterházy seine Mutter wieder zum Leben. Fast jeden Tag sieht er sie,
während er diese Erzählung schreibt, sie essen zu Mittag, reden.
Und er erfährt neue Geschichten - über die fünfziger Jahre,
über die Fußball-"Wunder-mannschaft" von Bern, ihre Freundschaft
mit den Fußballgöttern Hidekuti und Puskas, der ihr den Hof machte
und dem es 1951 gelang, die Familie vor der Deportation zu bewahren.
Péter Esterházy gehört zu den bedeutendsten ungarischen
Autoren der Gegenwart. Bereits mit seinem ersten Novellenband "Fancsiko
und Pinta" kehrte er sich 1976 strikt von der Tradition des sozialistischen
Realismus ab. Mit seinem Roman "Harmonia Cælestis" über
die Geschichte der Familie Esterházy machte sich der Autor international
einen Namen. Die Familienchronik führte in Ungarn monatelang die Bestsellerlisten
an und wurde neben dem Sandor-Marai-Preis auch mit dem Ungarischen Literaturpreis
ausgezeichnet.
Jean Ziegler || Der Hass auf den Westen - Wie sich die armen Völker gegen den wirtschaftlichen Weltkrieg wehren
Jean Ziegler, Mitglied des UN-Menschenrechtsrates,
gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern
weltweiter Profitgier. Seine Publikationen, zuletzt "Das Imperium der
Schande", die er auch bei der LesART vorgestellt hat, lösten erbitterte
Kontroversen aus und brachten ihm internationales Ansehen ein. Jean Ziegler
prangert unermüdlich Elend, Unterdrückung, Menschenverachtung und
die Arroganz der Reichen als Resultat eines global agierenden Kapitalismus
und einer "mörderischen Weltordnung" an. In seinem neuen Buch,
für das er Ende 2008 mit dem Literaturpreis für Menschenrechte ausgezeichnet
wurde, diagnostiziert er wachsenden Hass der Armen und Entrechteten auf den
Westen. Dessen Nährboden sind gegenseitiges Unverständnis sowie
das Bewusstsein jahrhundertelanger Verachtung und Unterdrückung - mit
weit reichenden Folgen für globale Friedenspolitik.
Rettet die Grundrechte - Bürgerfreiheit contra Sicherheitswahn, eine Streitschrift
Gerhart Rudolf Baum, während der RAF-Zeit deutscher Innenminister, engagiert sich seit 1992 in der internationalen Menschenrechtspolitik. 2004 brachte er zusammen mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Burkhard Hirsch vor dem Bundesverfassungsgericht den "Großen Lauschan-griff" zu Fall, 2006 das Luftsicherheitsgesetz, das den Abschuss von Passagiermaschinen im Entführungsfall legalisieren sollte. Er hat außerdem Verfassungsbeschwerde gegen die heimliche Durchsuchung von Computern eingelegt. Auch in seinen zahlreichen Veröffentli-chungen befasst er sich zentral mit Bürger- und Menschenrechten. In seinem jüngsten Buch warnt er vor einer Politik, die die Angst vor dem Terror schürt und den Wunsch der Bürger nach Sicherheit instrumentalisiert. Geheimdienstexperten, Kriminalisten und Innenpolitiker sind unersättlich in ihrer Gier nach immer mehr persönlichen Daten der Bürger, die von unbeobachteten Privatmenschen zu verdächtigen öffentlichen Personen werden. Das fatale Desinteresse vieler Bürger an ihren Bürgerrechten gerät gleichermaßen ins Visier von Gerhart Baums Kritik.
Der Himmel ist kein Ort
Der jüngste Roman Dieter Wellershoffs beginnt wie ein Krimi und entwickelt sich zu einem figurenreichen Gesellschaftsdrama. Hauptfigur ist ein junger Landpfarrer, der eines Nachts zu einem Unfallort gerufen wird. Ein Auto ist von der Straße abgekommen und in einen See gestürzt. Der Fahrer hat sich gerettet, seine Frau und sein Sohn werden leblos geborgen. Wie das geschehen konnte, ist unklar. Schon bald nimmt das angebliche Unglück unheimliche Züge an. Der Pfarrer hält trotzdem an der Unschulds-vermutung fest und bringt fast alle Gemeindemitglieder gegen sich auf. Das ist der Ausgangspunkt einer sich ausweitenden Sinnkrise. Dieter Wellershoff hat die deutsche Literaturlandschaft seit den 1950er Jahren geprägt: als freier Schriftsteller und Kritiker, als Literaturwissenschaftler an Universitäten im In- und Ausland. Für sein umfassendes Werk erhielt er mehrere renommierte Auszeich-nungen, darunter den Heinrich-Böll-Preis, den Friedrich-Hölderlin-Preis und den Joseph-Breitbach-Preis. Außerdem erhielt er den Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik (2005).
Klupps viel gelobter Debütroman ist ein Roadmovie, in dessen Zentrum ein nicht ganz unsympathischer Egomane und ebenso krankhafter wie brutaler Lügner steht. Einer, der weder Scham noch moralische Kategorien kennt, und dessen Bezugspunkt Dostojewskis Raskolnikow ist. Der Ich-Erzähler, per Anhalter unterwegs nach München, trifft auf "Loserkonrad" aus alten Schulzeiten. Eine Begegnung, die ihn auf das Minenfeld seiner Vergangenheit katapultiert. Während er in atemlosen Monologen einen Zünder nach dem anderen schärft, gerät er in seine alte Heimat. Hier riecht es nach Zerstörung. Bei einem Fest am Paradiso, einer Kiesgrube tief im Wald, kommen all diejenigen zusammen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben. Als er das Fest nach Sonnenaufgang verlässt, ist nichts mehr wie zuvor. "'Paradiso' enthält alles, was ein gebrochener Ich-Erzähler auf der Suche nach sich selbst braucht: Provinz, Pubertät, Pickel. Es geht um Frauen und Drogen, um Weltekel und um literarische Erfahrungen." (SZ) Thomas Klupp, 1977 geboren, studierte Theaterwissenschaften und Publizistik und im Anschluss daran Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften an der Uni Hildesheim.
Patrick Findeis || Kein schöner
Land
Patrick Findeis wurde 1975 in Heidenheim geboren
und lebt heute in Berlin. Er studierte Komparatistik, Psychologie und Kommunikationsforschung
an der Universität Bonn und ist Absolvent des Deutschen Literaturinstituts
Leipzig. In dessen jährlicher Antho-logie "Tippgemeinschaft"
gab er bereits einige Texte heraus. "Kein schöner Land" ist
sein erster Roman; mit Auszügen daraus gewann er den 3sat-Literaturpreis
in Klagenfurt.
Der Protagonist seines Romans, Uwe, kommt aus dem idyllischen Rottensol, aus
dessen Mitte ein Kirchturm ragt. Doch in den Ställen der Höfe stehen
schon lange keine Kühe mehr, auf den einstigen Äckern wachsen Neubausiedlungen.
Uwe kämpft darum, dies alles zu verlassen - er scheitert und kehrt zurück.
Keine ganz neue Geschich-te, wie Wiebke Porombka in der Wochenzeitung Die
Zeit feststellt, aber sie "erzählt bedrückend eindringlich
davon, dass die alte noch immer gültig ist." Auch in Rottensol scheitert
Uwe: "Dass er allen einen Schritt voraus wäre, dachte er, auf dem
Bett sitzend, und lächelte bei dem Gedanken, einer von zwei Junkies in
Rottensol zu sein."
Thomas Beutel, Anna Breitenbach, Angelika Hentschel
Die Esslinger Literaturszene lebt. Um sich davon
zu überzeugen, schaut man den Autoren am Besten in die Bücher bzw.
Manuskripte. Oder noch besser, man lässt sie selber daraus vorlesen.
Eine gute Gelegenheit dafür bietet das neue Forum "Vor Ort",
das sich zur Aufgabe macht, neue Orte für alte literarische Bekannte
zu erschließen. Neben den geistigen Freuden bei der Auseinandersetzung
mit den Autoren "Vor Ort", haben die Veranstalter auch die - zwar
profaneren, doch nicht minder existentiellen - Gaumenfreuden mit einem hochwertigen
Catering bedacht.
Thomas Beutel wurde für seine spartenübergreifenden Projekte bekannt,
die u.a. am Staatstheater Stuttgart aufgeführt und vom SWR realisiert
und gesendet wurden. Zur LesART bringt er das Manuskript zu seinem neuen Roman
mit. Die Thaddäus-Troll-Preisträgerin Anna Breitenbach hat sich
mit ihrem Roman "Fremde Leute" einen Namen gemacht. Es folgten weitere
Publikationen, darunter Gedichtbände und ein Bilderbuch für Kinder.
Die bildende Künstlerin Angelika Hentschel ist eine Doppelbegabung. Wie
in ihren Bildern und Papiergärten arbeitet sie auch in ihren Texten die
Zwi-schentöne und -schichten heraus - zur großen Begeisterung der
Besucher u.a. ihrer Ausstellung "flussaufwärts".
Die derzeitige Esslinger Bahnwärter-Stipendiatin
Antje Wagner stellt ihr neues Jugendbuch "Unland" vor. Die 14-jährige
Franka muss von Berlin nach Waldburgen ziehen, ein Elbdorf mitten in Sachsen-Anhalt.
Sie ist der "Neuzugang" im Haus Eulenruh, einem Wohnprojekt für
sieben Kinder und Jugendliche. Doch irgendetwas stimmt nicht in dem Ort. Wieso
schweigen die Erwachsenen, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese
Ruinenland-schaft am Waldrand, anspricht? Als plötzlich ein Junge aus
dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben,
gründet Franka eine Bande. Während die "Eulen" versuchen
herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt, stoßen sie auf ein
viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.
Antje Wagner studierte Deutsche und Amerikanische Literatur und Kulturwissenschaften
in Potsdam und Manchester. Sie schreibt Romane und Erzählungen und übersetzt
auch aus dem Englischen. 2009 erhielt sie den Mannheimer Feuergriffel für
Kinder- und Jugendliteratur.
Rüdiger
Safranski || Goethe und Schiller. Geschichte einer Freundschaft
Ihre Freundschaft ist eine Sternstunde des deutschen Geistes: Friedrich Schiller bringt seine Dramen mit Goethes Hilfe auf die Bühne. Johann Wolfgang von Goethe erlebt durch Schiller in Weimar seine zweite Jugend. Dennoch ist ihre gemeinsame Geschichte nicht frei von Konflikten: etwa Schillers Neid auf den bewunderten Goethe oder Goethes Angst vor dem Aufstieg Schillers. Trotz aller Gegensätze lernte Schiller in der Freundschaft, "dass es dem Vortrefflichen gegenüber keine Freiheit gibt als die Liebe". Und jeder der beiden sagte vom anderen: er sei ihm der wichtigste Mensch gewesen. Rüdiger Safranskis Buch ist die spannend erzählte Biographie dieser für die Dichtung in Deutschland so wichtigen Begegnung. Rüdiger Safranski wurde durch seine Biographien über Arthur Schopenhauer und Martin Heidegger einem breiteren Publikum bekannt. Im Januar 2002 übernahm er zusammen mit Peter Sloterdijk die Moderation des "Philosophischen Quartetts" im ZDF. Rüdiger Safranski ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (Darmstadt) und des Pen-Club Deutschland.
Joachim Masannek || Wildernacht
Alle Geschichten passieren in Wirklichkeit! Das muss
auch Charly, ein Computergenie, erfahren: Er fand eine Kiste mit den Tagebüchern
des Schriftstellers Michael Klondeik, die ihn derart faszinierten, dass er,
anstatt zur Schule zu gehen, ein Computerspiel programmierte. In diesem Spiel
muss er, zusammen mit Galahad, die Welt der Menschen vor Merlins Rache verteidigen.
Doch nach dem letzten Level vereinigen sich beide Welten: Galahad steht plötzlich
bei Charly in Berlin und gemeinsam mit Kurz Null Null Zero und Ko-Kahla-Bold
brechen sie auf, um diejenige zu finden, die unsere Welt retten kann.
Joachim Masannek, Jahrgang 1960, studierte Germanistik und Philosophie und
an der Hochschule für Film und Fernsehen, arbeitete als Kameramann und
Drehbuchautor für Film-, TV- und Studio-
produktionen. Für die Bestseller-Reihe "Die Wilden Fußballkerle"
zeichnete er sich als Kinderbuch- und Drehbuchautor sowie als Regisseur verantwortlich.
Die Welt der Wilden Kerle in fünf Filmen und über 13 Büchern
fasziniert Kinder und Erwachsene. Derzeit arbeitet er am Drehbuch zum Wildernacht-Projekt.
Preisverleihung des Schülerschreibwettbewerbs 2009
Seit 13 Jahren führt die Stadtbücherei
Esslingen gemeinsam mit der Eßlinger Zeitung einen Schreibwettbewerb
durch. Die rege Teilnahme der jungen Autoren und die vielen fantasievollen
und interessanten Texte beeindruckt die Jury jedes mal
aufs Neue. Beim diesjährigen Schreibwettbewerb war der Anfang der Geschichte
vorgegeben: "Gerade als ich in der Schlange vor der Eisdiele stehe, um
zwei Kugeln Eis zu kaufen, sehe ich, wie der alte Herr Eisenmann, der unter
uns wohnt, seinen Hut lüftet und mich mit einer kurzen Verbeugung grüßt.
Seltsam. Der mag mich doch nicht und beschwert sich immer bei meinen Eltern.
Als ich dran bin, beugt sich die Verkäuferin vor und sieht mich fragend
an: "Zwei Kugeln Schoko, wie immer, Oberbürgermeister?" Oberbürgermeister?
Ich?
" Im Kutschersaal treten die Preisträger des Wettbewerbs
selbst auf und lesen ihre Texte vor.
Martin Johnson und Andreas Maile sorgen für preiswürdige Musik.
Der Wettbewerb wird gefördert von der Stiftung der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen.
Musik | Vijay Iyer, Klavier
Die internationale Jazzpresse feiert Vijay Iyer als den Jazzpianisten der Stunde. Bevor der in New York lebende Pianist indischer Abstammung Musiker wurde, studierte er an den Eliteuniversitäten Yale und Berkeley Mathematik und Physik. Erst als Saxofonist Steve Coleman ihm Mitte der neunziger Jahre die Pianistenstelle in seiner Band anbot, entschied sich Iyer endgültig für die Musik. Seither hat der 37-Jährige, der eigentlich Geige lernte und als Pianist ein Autodidakt ist, dank seiner Intelligenz und originären Schöpfer-kraft eine imposante Karriere gemacht, die ihn zu einer Schlüssel-figur der jungen amerikanischen Jazzszene werden ließ: Er fing als Sideman der innovativsten New Yorker Musiker wie George Lewis, Amiri Baraka, aber auch dem Underground-HipHopper Mike Ladd an, sammelte rasch mit eigenen Formationen Meriten und erwarb sich vor allem zusammen mit dem Saxofonisten Rudresh Mahanthappa internationales Renommee. Seit einigen Jahren ist Iyer Seriensieger der Kritikerumfragen - so wurde er bereits zweimal zum "Rising Star Jazz Artist" und "Rising Star Composer" des renommierten Downbeat Magazine International Critics' Poll gewählt.
Saskia Fischer || Scharmützelwetter
Saskia Fischer wurde 1971 geboren und studierte Germanistik
und Theater-, Film- und Fernsehwis-senschaften. Sie lebt seit 2006 als freie
Schriftsteller-in in Berlin.
Nebenschauplätze sind es, über denen sich etwas in Saskia Fischers
jüngstem Lyrikband zusammenbraut: Scharmützel-wetter. Angriffs-
und streitlustig wird ein Fluch ausgestoßen, eine Verstrickung aufgetrennt,
kranke Fürsorge abgewiesen - ein lyrisches Ich entledigt sich des Gehorsams
und erklärt sich zur Herrin der Lage. Wortwechsel mit Folgen. Eine souveräne
Ironie ist dabei Wortführerin der Verse, angetrieben vom Sehnen und Hadern
einer ernüchtert Liebenden, die vom Paradiesapfel weiß: "Diese
Frucht verführt zu nichts als dem Ende. / Eine simple Sorte Gala / eröffnete
die Vertreibung." Saskia Fischers Sprache bezaubert bei all dieser feinsinnigen
Kompositionsarbeit mit einem lockeren, sehr melodiösen und groovigen
Ton. "Mit bluesiger Intonation erzeugt Fischer einen ganz individuellen
Sound mit höchster Klangdichte: Hier zeigt sich die Lyrik als der Jazz
der Literatur." Werner Friebel
Steffen Popp || Kolonie Zur Sonne
"Steffen Popp ... gehört seit seinem Debütband
'Wie Alpen' zu den wichtigsten und markantesten Stimmen der neuen deutschsprachigen
Lyrik. Sein neuer Band 'Kolonie Zur Sonne' bestätigt seinen Rang. Popp
versteht sich selbst als 'postavantgardistischer' Autor, der die sterilen
Selbstreflexionen des Mediums Sprache ebenso meidet wie die wieder verstärkt
auftretende Freiluftmalerei sensibler Seelen. Auch hier geht es um Bewusstseinszustände,
um Erfahrungen, die aber vom Textverfahren nicht abzuscheiden sind. ... So
wie man Musik auch hören - und lieben - kann, ohne ihre kompositorischen
Grundlagen zu überblicken, kann man Lyrik lesen, ohne sie mit einem hermeneutischen
Universalschlüssel zu 'verstehen'. In Popps neuem Buch finden sich einige
der schönsten Möglichkeiten, in deutscher Sprache dichterische Erfahrungen
zu machen." (FAZ)
Steffen Popp, geboren 1978, erhielt unter anderem den Kranich-
steiner Förderpreis. Seine Gedichte wurden zuletzt von der Akademie Graz
ausgezeichnet. Sein Roman "Ohrenberg oder der Weg dorthin" war zum
Deutschen Buchpreis 2006 nominiert und wurde mit dem Rauriser Literaturpreis
2007 für das beste Prosadebüt ausgezeichnet.
Ulf Stolterfoht || Holzrauch
über Heslach
"Holzrauch über Heslach" ist ein langes, ethnologisches Gedicht. In neun Teilen berichtet es von einem Bezirk im Süden Stuttgarts, seiner Gründung und Besiedlung durch einen Stamm von Katzenartigen, ihren Kämpfen und Ritualen, ihrer Sprache, ihren Drogen und ihrer Musik, bis hin zum Untergang dieser autochthonen Population im Jahre 1979. Es ist daneben, ganz im Sinne Helmut Heißenbüttels, dessen Gedicht über die Übung zu sterben es nicht nur seinen Titel verdankt, ein "quasi-autobiographisches" Gedicht über die gesellschaftlichen und politischen Träume, die fast zur gleichen Zeit in einem anderen Stadtteil Stuttgarts zerplatzten. "Holzrauch über Heslach" ist eine "poetische Liebeserklärung an eine subkulturelle Enklave in der Kindheit des Dichters und eine fantastische Geschichte der Subversion." (FR) Ulf Stolterfoht, geboren 1963 in Stuttgart, veröffentlichte mehrere Gedichtbände für die er u.a. mit dem Anna-Seghers-Preis und dem Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik ausgezeichnet wurde und das Stipendium der Villa Massimo erhielt.
Jan Wagner || Achtzehn Pasteten
Jan Wagner, geboren 1971, ist Mitherausgeber der
internationalen Literaturschachtel "Die Außenseite des Elementes"
und einer Lyrikanthologie. Er hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht,
für die er zahlreiche Preise erhielt, u.a. den Förderpreis zum Hermann-Hesse-Preis
und den Anna-Seghers-Preis. Bereits mit "Probebohrung im Himmel"
und "Guerickes Sperling" hat Jan Wagner bewiesen, dass er formbewusst,
anspielungsreich und elegant dichten kann.
Mit seinem Lyrikband "achtzehn pasteten" begeisterte er die Feuilletons
der großen Zeitungen und sein Publikum gleichermaßen. Jan Wagner
"ist ein besonders schneller und (das sei hier ohne Abfälligkeit
gesagt) ein besonders virtuoser Dichter. Wenn er dichtet, dann gleicht sein
Zugriff auf die Welt zuweilen einem der Kamera-augen, die im zeitgenössischen
Kino, wie zum Beispiel zu Beginn von David Lynchs 'Blue Velvet', in rasender
Geschwindigkeit durch die Welt jagen, um dann zu bremsen und plötzlich
stillzustehen: Zu erblicken ist dann ein Gegenstand, der Gegenstand, in einer
radikal herausgehobenen, radikal sinnlichen und daher sich ins Metaphysi-sche
aufbäumenden Präsenz." (SZ)
Sibylle Lewitscharoff
|| Apostoloff
Bereits mit ihren Romanen "Montgomery"
und "Consummatus" machte die in Stuttgart gebürtige Autorin
Sibylle Lewitscharoff auf sich aufmerksam. Mit ihrem jüngsten Buch "Apostoloff",
"eine wortreiche schwarze Komödie" (TAZ), überzeugte sie
nicht nur die Jury des renommierten Leipziger Buchpreises, sondern erweckte
auch das Interesse eines breiten Publikums. Die Icherzäh-lerin im Roman,
Tochter eines Stuttgarter Exilbulgaren, reist auf dem Rücksitz eines
Autos, als Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von
19 Exilbulgaren - in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert
- in ihre alte Heimat überführt. Darunter befindet sich auch ihr
Vater, der freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Die Tochter überlässt
sich ihren Beobachtungen, Erinnerungen, der eigenen Familiengeschichte und
der Auseinander-setzung mit dem Vater. Dabei ergeht sie sich in einer wütenden
Suada nicht nur gegen die Familie, sondern rechnet auch mit den Verheerungen
der kommunistischen Diktatur ab, die bis in alle Lebensbereiche vorgedrungen
sind und das ehemals blühende Land ihrer Herkunft auf Jahrzehnte hinaus
ruiniert haben.
Alexander ist manchmal richtig wütend. In seiner
Wut malt er ein Monster und wünscht, er könnte es allen mal so richtig
zeigen. Und plötzlich steht das Zornickel leibhaftig vor ihm. Zunächst
findet Alex-ander es prima, dass das Zornickel den Anderen die Meinung sagt.
Doch schnell merkt er, dass dies nicht nur Vorteile hat. Manfred Mai, 1949
in Winterlingen geboren, wuchs auf einem Bauernhof auf. Er arbeitete als Lehrer
an einer Realschule. Dort war sein Hauptanliegen, seine Schüler zum eigenständigen
Lesen zu animieren. Denn, so Manfred Mai, "die größte Leistung
der Literatur ist es, den Menschen dazu zu bringen, sich selbst und seine
Umwelt immer wieder neu zu sehen." Im Alter von 35 Jahren hängte
Manf-red Mai den Lehrerberuf an den Nagel und wurde freier Schriftsteller.
Seither sind rund 150 Bücher - größtenteils für Kinder
- erschienen, von denen viele in bis zu 20 Sprachen übersetzt wurden.
Mit "Deut-sche Geschichte", "Geschichte der deutschen Literatur"
und anderen Sachbüchern ist Manfred Mai außerdem Autor von hochgelobten
Geschichtsbüchern für Jugendliche und Erwachsene.
Holly-Jane Rahlens || Mauerblümchen
1989 - zwei Wochen nach dem Mauerfall. Mauerblümchen
erzählt die Geschichte einer Liebe auf den ersten Blick, den sich die
16-jährige Deutsch-Amerikanerin Molly, Typ Mauerblümchen, und die
19-jährige Ostpflanze Mick, Schauspielstu-dent, cool, punkig, auf einer
U-Bahnfahrt von West nach Ost zuwerfen. Molly will zum Geburtshaus ihrer Mutter;
Mick, nach einem Kurztrip im Westen, wieder nach Hause. Für beide ist
es eine Reise in ein unbekanntes Land. Zwischen Savignyplatz und Schönhauser
Allee entdecken sie sich selber, die Magie der Liebe und die Rätsel der
deutsch-deutschen Verfremdungen.
Holly-Jane Rahlens verbrachte ihre Kindheit und Jugend in New York. Nach einem
Literatur- und Theaterstudium kam sie nach Berlin, wo sie zunächst als
Radiomoderatorin und Funkautorin arbeitete.
Ihr dritter Roman, "Prinz William, Maximilian Minsky und ich", ausgezeichnet
mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2003, wurde in sieben Sprachen übersetzt.
Holly-Jane Rahlens schrieb auch das Drehbuch für die mehrfach prämierte
Verfilmung des Romans, die im Herbst 2007 in die Kinos kam.
Olga Tokarczuk gehört zur Elite der jüngeren
polnischen Literatur. In Warschau hat sie Psychologie studiert, bevor sie
sich als Schriftstellerin einen Namen machte und unter anderem mit dem Nike,
dem wichtigsten Literaturpreis Polens, und mit dem Samuel-Bogumil-Linde-Preis
für Literatur ausgezeichnet wurde. Ihr jüngster Roman "Unrast"
war zwei Monate lang auf der SWR-Bestenliste. Darin beschäftigt sich
die polnische Autorin mit der Reiselust und dem Nomadentum des modernen Menschen.
In einer Vielfalt von Texten, von der Reiseerzählung über mythologische
Geschichten bis zur pointierten philosophischen Betrachtung, bannt sie die
Hektik des modernen Lebens in einen fein verwobenen erzählerischen Kosmos.
"Die Reise ist wohl die größtmögliche Annäherung
an das, was unsere moderne Welt zu sein scheint: Bewegung und Instabilität.
Jede Epoche sieht sich versucht, den Zustand des zeitgenössischen Menschen
mit irgendeinem schlauen Wort zu beschreiben. Mir scheint, dass für unsere
Zeit 'Unrast' ein solches Wort sein könnte." Olga Tokarczuk
Arno Geiger || Alles über Sally
In der neuen Reihe Manuskripte stellen bekannte Autoren
ihre noch nicht veröffentlichten Werke vor. Mit dem Romanmanuskript "Alles
über Sally", das im Frühling beim Hanser-Verlag erscheint,
wird die im letzten Jahr erfolgreich gestartete Reihe mit dem Träger
des Deutschen Buchpreises Arno Geiger fortgesetzt.
Arno Geiger erzählt in seinem neuen hinreißend geschriebenen Roman
mit souveräner Realistik und komischer Härte die Geschichte einer
großen Liebe - die nicht mit der Hochzeit endet, sondern mit ihr erst
richtig beginnt. Und er zeigt, was man alles von seinem Nächsten erfahren
kann, wenn man nur endlich sucht.
Als Einbrecher ihr Wiener Vorstadthäuschen heimsuchen, ist plötzlich
nicht nur die häusliche Ordnung bei Sally und Alfred dahin: In einem
Anfall von trotzigem Lebenshunger beginnt Sally ein Ver-
hältnis mit Alfreds bestem Freund. Aber reicht es, einfach den Mann zu
wechseln? Und Alfred, der die Liebe seines Lebens nicht kampflos ziehen lassen
will, stellt sich endlich die entscheidende Frage: Was weiß ich überhaupt
von einem Menschen, nach dreißig gemeinsamen Jahren?
In seinem Buch Roppongi, eine zwischen Essay und literarischem Text changierende Novelle, setzt sich der Autor und Büchner-Preisträger Josef Winkler mit dem Tod seines Vaters auseinander. Das Buch versammelt Erinnerungen an die Kindheit und spätere Reisen an den Ufer des Ganges sowie poetologische Reflexionen. Gleichzeitig kreist es, wie schon das bisherige Werk des österreichischen Autors, um den Tod. Josef Winkler zieht darin eine Bilanz aus dem problematischen Verhältnis von Vater und Sohn und schreibt zugleich ein "Requiem" für den zeitlebens übermächtigen und schwierigen Vater. "Wenn der österreichische Schriftsteller mit seinen genauen Sätzen die große Leerstelle Tod umkreist, dann wird klar, was Sprache kann. Sie rettet, was ohne sie verloren wäre: das eigene Leben." (NZZ)
Günter Guben, Olaf Nägele, Peter Kastner
Die Esslinger Literaturszene lebt. Um sich davon zu überzeugen, schaut man den Autoren am Besten in die Bücher bzw. Manuskripte. Oder noch besser, man lässt sie selber daraus vorlesen. Eine gute Gelegenheit dafür bietet das neue Forum "Vor Ort", das sich zur Aufgabe macht, neue Orte für alte literarische Bekannte zu erschließen. Neben den geistigen Freuden bei der Auseinandersetzung mit den Autoren "Vor Ort", haben die Veranstalter auch die - zwar profaneren, doch nicht minder existentiellen - Gaumenfreuden mit einem hochwertigen Catering bedacht.
Dem Esslinger Publikum durch ihre mehrfachen Auftritte bei der LesART und der Reihe Nahaufnahmen bestens bekannt, stellen die drei Esslinger Autoren Günter Guben, Olaf Nägele und Peter Kastner unter dem Motto "Der wahre Jakob - Oder Alltag anders" unveröffentlichte Texte vor. Dabei darf man sich auf so manche - auch lukullische - Überraschung freuen.
Papa und Max erzählen sich was
Für kleine Jungs ist es das Allertollste, mit
Papa etwas zu unternehmen. Das findet auch Max. Ob beim Angeln, Spielen, Kochen
oder Nichtstun - auf alle Fragen hat Papa eine Antwort und weiß dazu
herrlich komische Geschichten zu erzählen: Zum Beispiel die Geschichte
vom Räuber Ratzefuß oder weshalb Fische stumm sind, wie neunköpfige
Drachen sich die Zähne putzen und warum zwei linke Hände manchmal
ganz schön nützlich sein können. Mit viel Witz und Humor erzählt
Ulrike Sauerhöfer die lustigen Vater- und Sohn-Geschichten, die beim
Vorlesen nicht nur Kindern gute Laune bereiten. Die Autorin wurde 1960 in
Ludwigshafen geboren. Sie studierte Grafikdesign und arbeitete als Art-Director
in verschiedenen Werbeagenturen. 1990 wurde sie Mutter und ist seither als
Autorin und freie Grafikerin tätig.
Zusammen mit ihrem Sohn, der die Rolle des Max übernimmt, wird Ulrike
Sauerhöfer aus dem Titel "Der Räuber Ratzefuß" und
"Der Ritter Linksrum" vorlesen und die Bücher anschließend
gerne
signieren.
Arnulf Zitelmann || Ich, Tobit,
erzähle diese Geschichte
Arnulf Zitelmann, geboren 1929, studierte Theologie
und Philosophie. Er war als Religionslehrer tätig; heute arbeitet er
als freier Schriftsteller. Arnulf Zitelmann gilt als einer der wichtigsten
Autoren für historische Jugendromane und Biographien; er wurde mehrfach
für sein Werk ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gustav-Heine-mann-Friedenspreis,
dem Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
und dem Friedrich-Bödecker-Preis.
"Ich versuche Geschichten so zu erzählen, dass daraus das Vitale,
das Abenteuerliche, das Spannende herauskommt, was man in
Geschichtsbüchern so nicht lesen kann", sagt Arnulf Zitelmann.
Sein neuer Roman erzählt aus der Zeit Jesus von Nazareths.
Tobit, ein junger Ägypter, pilgert hungrig nach neuen Horizonten von
Alexandria nach Jerusalem, der Heiligen Stadt. Die unterschiedlichsten Menschen
kreuzen seinen Weg und Tobit spürt, es wird etwas Großartiges geschehen,
etwas, was nicht nur ihn, sondern die Welt verändern wird. Es hat mit
einem jungen Menschen zu tun, den einige wenige erst kennen und Jesus nennen
...
Ein "beeindruckender Roman" (FR), ja ein "atemberaubendes Meisterwerk" (Die Zeit) ist Herta Müller mit ihrem jüngsten Buch "Die Atemschaukel", ein Roman um die Deportation von Rumäniendeutschen in sowjetische Arbeitslager nach 1945 und den Horror des Lagerlebens, gelungen. Geplant hat Herta Müller dieses Buch gemeinsam mit ihrem Schriftstellerkollegen Oskar Pastior, der vieles, was darin beschrieben wird, erlebt hat. Nach Pastiors Tod hat sie, auf seine mündlichen Erinnerungen gestützt und nach Gesprächen mit anderen Überlebenden den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. "Es ist ein erschütternder Roman, das beste Buch, das Herta Müller, die schon für so viele Prosa- und Essaybände zu rühmen war, geschrieben hat, ein verstörendes Meisterwerk, mutig und sprachschöpferisch, ein Versuch, aus dem Inneren der Hölle zu sprechen, in einer ganz eigenen, bildstarken Sprache, die dort Worte finden muss, wo die herkömmlichen versagen, das Grauen nicht zu fassen vermögen." Süddeutsche Zeitung
Tim Parks || Träume von Flüssen und Meeren
In seinem jüngsten "üppigen, magischen Roman" (Die Zeit) entführt der in Italien lebende britische Schriftsteller Tim Parks den Leser nach Delhi, wohin der verstorbene Albert James einst mit seiner Frau Helen gezogen ist. Als sein Sohn John in London diesen merkwürdigen Brief seines Vaters erhält, ist der berühmte Anthropologe bereits tot. John begibt sich nach Indien auf die Spuren seines Vaters. Bei der Trauerfeier tauchen Menschen auf, die Albert nahe standen, doch jeder scheint von einem anderen Albert James zu sprechen. John kriegt zunehmend das Gefühl, weder Vater noch Mutter gekannt zu haben, zu kennen. "Auch wenn 'Träume von Flüssen und Meeren' streckenweise als Kriminalgeschichte gelesen werden kann, ist sie doch einiges mehr: ein klug recherchierter und brillant komponierter Wissenschaftsroman, eine illustre Love-Story, ein schonungsloser Indien-Roman ohne falschen Exotismus, ein verwirrendes Vexierbild von der Unzulänglichkeit menschlicher Kommunikation." titel-magazin
Wein weit weg - Expeditionen von Norwegen über den Kaukasus nach China
Noch nie gab es so weit im Norden so reife und aromareiche
Weine: In Kanada, in Dänemark und Norwegen lotet Pigott die polaren Grenzen
der neuen Weinwelt aus. In China und Japan begegnet ihm eine aufstrebende
fernöstliche Weinwirtschaft, die auf dem besten Weg ist, westliche Spitzenweinerzeuger
in den Schatten zu stellen. An der Schnittstelle zwischen Europa und Asien
entdeckt Pigott im Kauka-sus zahlreiche Ur-Rebsorten, die in Amphoren ausgebaut
grandiose Weine ergeben. Aber auch vor unserer Haustür ist die Weinwelt
im Aufbruch: An der traditionsreichen Mosel schießen Weingüter
aus dem Boden, werden Quereinsteiger zu Winzern, mit dem ehrgeizigen Ziel,
den großen etablierten Weingütern Paroli zu bieten und Spitzenweine
zu erzeugen.
Stuart Pigott gilt als einer der wichtigsten Weinkenner und -kritiker. Er
schreibt für den "Feinschmecker" und den "Weingourmet"
sowie als Kolumnist für die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung".
Er hat zahlreiche Weinbücher veröffentlicht und gemeinsam mit Hugh
Johnson den "Atlas der deutschen Weine" herausgegeben.
Christoph Peters || Mitsukos
Restaurant
Nach zwei inhaltlich und künstlerisch hoch ambitionierten Romanen "Das Tuch aus Nacht" und "Ein Zimmer im Haus des Krieges" legt der niederrheinische Autor nun einen überaus amüsant erzählten Liebesroman vor. Der Protagonist des Romans, ein Mann Ende 20, bislang im Leben allenfalls achtbar gescheitert, verliebt sich in eine geheimnisvolle Japanerin, wird Mitarbeiter in ihrem erstklassigen Restaurant und versucht ihr mit seinem Wissen über japanische Kultur, vor allem die Teekeramik, zu imponieren, um ihr näher zu kommen. "Die Stärke des luftig erzählten Romans liegt in der psychologischen Genauigkeit der Figurenzeichnung, aber auch in seiner Situationskomik und der virtuos gehandhabten erzählerischen Ironie. Delikater und raffinierter als auf diese schwungvolle Weise lässt sich gehobene leichte Kost kaum zubereiten - ein Genuss!" (FR). Für Mitsukos Restaurant erhielt Christoph Peters den Rheingau-Literaurpreis. Der Schriftsteller wurde 1966 in Kalkar geboren und studierte zunächst Malerei an der Staatlichen Akademie der Bilden-den Künste Karlsruhe. Zusammen mit dem indischen Schriftsteller Kiran Nagarkar war er Dozent der 22. Tübinger Poetik-Dozentur.
Literaturnacht
Anna Katharina Hahn | Kürzere Tage
Mit ihrem jüngsten Roman "Kürzere Tage" feierte die in Stuttgart lebende Autorin Anna Katharina Hahn große Erfolge, sowohl beim Publikum, als auch bei der Fachpresse. Virtuos schildert sie darin das satte Stuttgart von einer anderen Seite. Sie erzählt von einer Welt, die in Ordnung zu sein scheint - wenn man nicht vom Supermarkt ins Büro und vom Büro in den Kindergarten hetzt, so wie Leonie, wenn man nicht am Doppelleben als Karrierefrau und Mutter verzweifelt. Judith findet Halt in der Anthroposophie. Hingebungsvoll pflegt sie den Jahreszeitentisch für ihre Kleinen. Doch nachts helfen nur Tabletten gegen die Angst. Anna Katharina Hahn ist mit "Kürzere Tage" eine wortmächtige Bestandsaufnahme und eine melancholische Abrechnung mit einer Gesellschaft, in der alle Werte fragwürdig geworden sind" gelungen. "Die Protagonisten leiden an ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen. Ihre Erwartungen schwanken zwischen dem Wunsch nach Konsum und Enthaltsamkeit, nach Liebe, Zärtlichkeit und dem Wunsch nach einem friedlichen Leben. Zerrissen werden sie von einer Realität, die niemandem das gewährt, was er sich wünscht. Spannend, ergreifend, erhellend". (Die Zeit)
Markus Orths, geboren 1969, wurde für seine Bücher
mehrfach ausgezeichnet, u.a. erhielt er für das Zim-mermädchen"
das Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg und für seinen
Roman CORPUS wurde ihm der Marburger Literaturpreis (Förderpreis) verliehen.
Sein jüngstes Buch "Hirngespinste" ist eine wunderbar groteske
Farce über die dunkle Seite eines Autors: Ein junger Schrift-steller
versucht verzweifelt, seinen zweiten Roman zu schreiben. Sein Name: Kranich,
Englisch, Deutsch, dem Leser bekannt aus dem Best-seller "Lehrerzimmer".
Nachdem Kranich seine "Schul-Erfahrungen" veröffentlichen konnte,
scheitert er. Eine bittere Abrechnung mit dem Literaturbetrieb wird vom Verleger
abgelehnt. Um möglichst schnell Geld zu verdienen, bräuchte er einen
"literarischen Quickie". Er sucht Hilfe bei einem Neurowissenschaftler,
der mittels transkranieller Magnetstimulation Kranichs Hirn zu frisieren versucht.
Voller Grö-ßenwahn und versteckter Komplexe, Anerkennungssucht
und dem verzweifelten Wunsch, etwas Grandioses zu schaffen. Brillant witzig,
ein Feuerwerk der Selbstironie. Markus Orths Buch ist "eine wunderbar
komische Satire auf Autoren, Verleger und Leser und treibt seinen tragikomischen
Helden, Martin Kranich, durch alle Niederungen des Literaturbetriebs."
Sächsische Zeitung
Martin Gülich || Septemberleuchten
Der ehemalige Esslinger Bahnwärterstipendiat Martin
Gülich wurde 1963 geboren und lebt in Freiburg als freier Schriftsteller.
Für seine Texte wurde er vielfach ausgezeichnet und seine Bücher
werden derzeit in neun Sprachen übersetzt. In "Septemberleuchten"
führt der Autor seine Figuren dorthin, wo soziale Regeln keine Gültigkeit
mehr haben. In den frühen Morgenstunden eines Herbst-tages begehen drei
Männer am Ufer eines Sees ein Verbrechen. Einer von ihnen gibt später
zu Protokoll, was in der Nacht geschah - und will nur passiver Mitläufer
gewesen sein. "Septemberleuchten" ist ein Roman über die archaische
Dynamik von Angst und Gewalt und dabei ein Kriminalstück mit unwiderstehlicher
Sogwirkung, wie es in der Gegenwartsliteratur in Deutschland selten zu finden
ist.
"Man kann in Gülichs Buch einen Kampf zwischen einer poetischen
Wahrnehmung und der bitteren Realität aus Gewalt und Schrecken erkennen.
Dies lebensgefährliche Spiel von Verzauberung und Entzauberung sprachlich
zu fassen, ist Gülich meisterhaft gelungen." Badische Zeitung
Duo Patrick Bebelaar und Michel Godard
Der Pianist Patrick Bebelaar ist in Esslingen seit vielen
Jahren ein gern gehörter Gast und bei der LesART hat er schon in unterschiedlichen
musikalischen Formationen große Erfolge gefeiert. In diesem Jahr bringt
er einen der international profiliertesten Jazzmusiker, Michel Godard, mit
und erfüllt sich und den Veranstal-tern einen lang gehegten Wunsch. Michel
Godard, der auf der Tuba mehrstimmige Spieltechniken (Multiphonics) einsetzt,
spielt neben Jazz auch zeitgenössische und Alte Musik. Ungewöhnlich
ist, dass Godard außer der Tuba auch Serpent, den Vorläufer der
Tuba, spielt. "Auf einem Instrument wie dem Serpent muss jeder Ton neu
erschaffen werden, weil er sozusagen direkt aus dir selber kommt. Das zwingt
dich, dich tiefer in diese Musik hineinzudenken", erzählt Godard
in einem Interview. International bekannt wurde Michel Godard durch seine
Zusammenarbeit mit Louis Sclavis, Rabih Abou-Khalil oder Pierre Favre, längst
ist er mit einer ganzen Reihe eigener Bands sehr erfolgreich.
Gemeinsam sind den beiden Musikern die "avantgardistischen Spieltechniken
und die respektvolle Weiterführung der Tradition". (StZ)
Der einzige Mann auf dem Kontinent
Seit ihrem Romandebüt "Alle Tage" gilt Terézia Mora als eine der "bemerkenswertesten Erzählerinnen der Gegenwart". Auch ihr jüngster Roman "Der einzige Mann auf dem Kontinent" über den ebenso liebenswürdigen wie überheblichen IT-Mann Darius Kopp, einen dicklichen Mittvierziger, Anzugträger und einzigen Vertreter einer US-amerikanischen Firma für drahtlose Kommunikation, der seine Tage mit ziellosem Surfen im Internet verbringt, hat die literarische Fachwelt überzeugt. Sie sieht in Kopp eine "symptomatische" Figur für das frühe 21. Jahrhundert und den Roman als "mentale Kartografie unserer Zeit". Auch wird Moras Roman mit Robert Musils "Mann ohne Eigenschaften" in Verbindung gebracht, dessen Zeitdia-gnose sich überraschend mit der "heutigen, virtuell aufgeweichten Wirklichkeit" trifft.
Sponsoren
Stiftung Kreissparkasse Esslingen Nürtingen
Buchhandlung Stocker und Paulus
Esslinger Verlag J.F. Schreiber
LesART | Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Planung | Organisation |
Planung und Organisation der LesART-Veranstaltungen für Erwachsene,
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Renate Luxemburger, Fachbereichsleiterin
der Veranstaltungs- und Öffentlichkeitsarbeit : T 0711/ 3512 - 2966
Mitarbeit: Heim
Planung und Organisation der Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche: Bettina Langenheim, Leiterin der Kinderbücherei T 0711/ 3512 - 2435
Karten
Aktuelle Veranstaltungshinweise, Kartenreservierungen und Kartenvorverkauf
(nur in der Stadtbücherei) ab
22. Oktober 10 Uhr unter 0711 . 3512-3444 (Anrufbeantworter) |
0711 . 3512-3333 (während der Büchereiöffnungszeit) |
E-Mail lesart@esslingen.de
Reservierungen sind drei Öffnungstage (inkl. Bestelltag) gültig.
Danach verfällt der Anspruch. Nicht abgeholte Karten werden weiterverkauft.
Unser Sonderservice: Für 5 € zusätzlich erhalten Sie die Karten
mit Rechnung per Post zugeschickt.
Eintritt
Der Eintritt zu den Kinder- und Jugendveranstaltungen ist frei.
Die Karten für die Abendveranstaltungen kosten jeweils € 5.
Die Veranstaltung Klangraum Lyrik kostet € 10, erm. €
5. |
Der Unkostenbeitrag (Essen und ein Getränk) für die Veranstaltungen
Vor Ort I + II beträgt jeweils 13 € und ist in der Dauerkarte
nicht enthalten. Voranmeldung erforderlich. | Die Dauerkarte kostet €
70.
Besuchen Sie auch unsere Internetseiten
www.esslingen.bib-bw.de | www.lesart.esslingen.de
Orte
Stadtbücherei Esslingen | Kutschersaal, Webergasse 46 und
Heugasse 9 bei Lesungen für Kinder und Jugendliche
Café, Heugasse 9
Jazzkeller, Webergasse 22
Kronensaal Kreissparkasse Esslingen, Am Kronenhof, 4.OG
Weinhandlung Fehrenbach, Plochinger Str. 10 A
ECOINN, Kanalstr. 14-16
Zweigstelle Berkheim, Köngener Straße 3
Bürgersaal, Altes Rathaus
Villa Merkel, Pulverwiesen 25
Bei großer Nachfrage sind Änderungen der Veranstaltungsorte
möglich. Diese können Sie aus der Tagespresse, über 0711. 3512-3333
und über unsere Homepage erfahren.
Do, 3.12.09 | 19.30 Uhr | Café
Philosophisches Café | Aus der Welt der Gefühle
(10): Vertrauen
Mit Peter Vollbrecht
Der jüngste Finanzcrash bringt es an den Tag: keine Gesellschaft kann ohne Vertrauen leben. "Eine stille Verabredung zur Vereinfachung der Welt", so hat Gertrud Höhler die Leistung des Vertrauens auf den Punkt gebracht: Vertrauen erspart uns umständliche Absprachen, eine Welt ohne Vertrauen wäre eine komplett verrechtlichte Welt, ein Leben ohne Vertrauen ertrüge die Ungewissheit des morgigen Tages nicht. Vertrauen ist riskant - und unerlässlich. Wir erkunden anhand von Stimmen aus Philosophie, Psychologie, Religion und Ökonomie den Nah- und Fernbereich des Vertrauens, wir nehmen unsern Weg vom Urvertrauen über das freundschaftliche und sozialen Vertrauen zum Vertrauen in die Menschheit und zum gelingenden Leben.
Eintritt: Euro 7,--, /erm. 5,--
Montag,
7. Dezember | 19.30 Uhr | Café
Kulturschock, Blumenstrasse 15
Zeit
und Geist | Günter Wallraff
Aus der schönen neuen Welt. Expeditionen ins Landesinnere
Moderation: Alexander Maier, Eßlinger Zeitung
Niemand hat mehr Missstände aufgedeckt als er. Millionen haben seine
Bücher gelesen, junge Journalisten nehmen sich an ihm ein Vorbild, wenn
sie in Rollen schlüpfen, um die dunklen Seiten der gesellschaftlichen
Realität aufzudecken. Und er war mal wieder undercover unterwegs. Günter
Wallraff recherchierte den Alltag in deutschen Callcentern - das Echo auf
die in der ZEIT veröffentlichte Reportage war gewaltig: Wallraff war
Gast in Fernseh- und Hörfunksendungen; zahlreiche Callcenter-Mitarbeiter
meldeten sich, die ihm von eigenen Erlebnissen berichteten. Der zweite Coup:
Als Niedriglöhner arbeitete Wallraff in einer Fabrik, die für Lidl
Brötchen backt, bis zur Erschöpfung, erlitt mehrfach - wie auch
seine Kollegen - Brandverletzungen. Dem Lidl-Aufsichtsratschef Klaus Gehrig
schlug Wallraff in der Sendung "Kerner" vor, gemeinsam mit ihm zwei
Tage lang unter diesen "Straflager-Bedingungen" zu arbeiten - was
dieser ablehnte. Und im Winter 2008/2009 hat Günter Wallraff am eigenen
Leibe erfahren, wie Obdachlose in Deutschland leben. Er quartierte sich in
Obdachlosenheimen ein und verbrachte die kältesten Tage des Winters auf
der Straße, bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad. Ein Jahr lang war
Günter Wallraff immer wieder als Schwarzer unterwegs: bei einem Fußballspiel
in Cottbus, auf Wohnungssuche in Köln, in einer Rosenheimer Kneipe und
bei einer Behörde in Berlin-Marzahn.
Sein Fazit: In einem reichen Land leben heute immer mehr Menschen "ganz
unten", und das droht die Gesellschaft zu zerreißen
__ Eine Zusammenarbeit der Stadtbücherei Esslingen mit der Buchhandlung H. Th. Schmidt, dem Kulturzentrum Dieselstraße u. der Eßlinger Zeitung | Eintritt: Eintritt € 10| erm. € 5 | Kartenvorverkauf: Stadtbücherei Esslingen 0711.3512-2337 | Buchhandlung H. Th. Schmidt 0711.3969790